Seegurken, Flamingos und Meer

Seegurken, Flamingos und Meer

Für einen Teil der diesjährigen Abiturienten ging es dieses Jahr im Rahmen der Studienfahrt nach Kroatien. Nach ca. 13 Stunden Busfahrt und wenig Schlaf wurden die Zimmer im Hotel in Pula nahe des südlichsten Punktes von  Istrien bezogen. Nach einem erholsamen ersten Tag am Strand direkt neben der Unterkunft erforschten die Schülerinnen und Schüler die größte Stadt Istriens: Pula. Um 177 v. Chr. war diese noch eine römische Kolonie, dann wurde sie Teil des Ostgotenreiches und später gelangte sie unter venezianische Herrschaft. Diese Kulturvielfalt hinterließ dementsprechend auch ihre Spuren:  Das Amphitheater, welches unter Kaiser Augustus erbaut worden war, ist auch heute noch Ort für Konzerte und Events und ist das Wahrzeichen der Stadt. Somit endete ein geschichtsträchtiger Tag in Pula inklusive Einblicke in die historische Altstadt durch eine motivierte Führerin.

Da diese Studienfahrt besonders unter dem Thema Meeresbiologie stand, besuchten die Schüler zudem einen Workshop, um hautnah Seegurken und Seeigel beim Schnorcheln an der Küste sowie Haie und Seepferdchen beim Besuch des Aquariums in Pula zu erforschen.

Um ebenfalls andere Teile Istriens zu entdecken, ging es auf einer Tagestour mit dem  Bus unter anderem zur Baredine – Grotte. Bei dem Besuch der Grotte stießen die Schüler ebenfalls auf ca. 25 cm lange Grottenolme, welche sich an das Leben in Höhlen angepasst haben, einen erstaunlichen Stoffwechsel vorweisen und vom Aussterben bedroht sind. Zur Akklimatisierung von der ca. 14 Grad kalten Höhle folgte die Besichtigung der Stadt Poreč inklusive dem Besuch der Euphrasius Basilika, welche einige der wichtigsten Zeugnisse spätantiker und frühbyzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum vorweist und 1997 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die Besichtigung der Hafenstadt Rovinj war jedoch aufgrund von Zeitmangel nur kurz möglich, jedoch kamen alle in den Genuss eines Eises in Rovinj.

Nach den Kulturprogrammen tagsüber folgten meist ruhige und entspannte Abende am Strand oder beim Beachvolleyball, bei denen auch aufblasbare Wassertiere wie der kreativ nach unserer Stadtführerin in Pula benannte Flamingo Sarah Kim nicht fehlen durfte. Am letzten Tag vor der Abreise stellten sich die Schülerinnen und Schüler selbst ein Programm für den Tag zusammen, welcher bei vielen für ausgedehnte Einkaufstouren in und um Pula genutzt wurde. Nach Einkauf von Postkarten, Souvenirs, Abiballkleidern und Co. und einer ausgiebigen Regendusche  folgte als gemeinsamer Abschluss der genussvolle Verzehr einer Pizza in der naheliegenden Pizzeria Lema. Nach einer langen 16 –stündigen Busfahrt wegen vieler Staus kamen alle Schüler größtenteils gesund und vom „verlängertem Urlaub“ erholt und mit einer deutlich sichtbaren Bräune wieder in Erfurt an. Ein großer Dank gilt vor allem an unsere begleitenden Lehrer und Organisatoren Frau Rein, Frau Waßmann und Herr Busch.

Theresa Kurze

Tackeln für den guten Zweck

Tackeln für den guten Zweck

Mit einem Benefizturnier eröffneten die Rugbyspieler des SSV Erfurt Nord und des Edith-Stein-Schulsportverein am letzten Augustwochenende die neue Saison. Nachwuchstrainer und Schülersprecher der Edith-Stein-Schule Nam Tobias Duc Vu hatte mit Unterstützung von Freunden, Familie und den beiden Vereinen Sponsoren akquiriert, Fördermittel beantragt und schon im Laufe des vergangenen Schuljahres die Organisation für das Event in die Wege geleitet. Mit Hüpfburg, Catering und Schatten spendenden Pavillons stand bereits am frühen Morgen das Rahmenprogramm bereit. Als dann die Heimteams und Gastmannschaften aus Jena und Leipzig angereist waren, wurde das caritative Rugbyfest offiziell eröffnet. Unter dem Motto „Tackeln für den guten Zweck“ sollte jeder erzielte Versuch und Erhöhungskick zur Erhöhung der Spendensumme beitragen. Als am Ende des Tages die U12, U14 sowie die Damen und Herrenteams ihre Spiele absolviert hatten, standen 57 Versuche und 15 Erhöhungen zu Buche. Die dadurch zustande gekommen 315 Punkte konnten dank der Unterstützung des Benefizturnieres durch Alternative 54 e.V., Papenbreer, Imkerei Wiltzsch, plandrei Landschaftsarchitektur, Rotary Club Erfurt, Bäääm! und dem Waldkasino als Eurospendengeld mindestens verdreifacht werden. Der Spendenempfänger wird der Siybonga – lachende Herzen für Südafrika e.V. sein, der vor 10 Jahren durch eine ehemalige Schülerin der Edith-Stein-Schule gegründet wurde und in vier Projekten die Ärmsten des Landes unterstützt.

Aber auch sportlich verlief das Benefizturnier erfreulich und gab schon einen deutlichen Fingerzeig für die Erwartungen in dieser Saison. Die U19 Mädels zeigten gegen Jena, einem Top-Team der Deutschen 7er Liga Süd-Ost, einerseits sehr gute Ansätze, ihnen wurde aber andererseits auch klar die Entwicklungsrichtung aufgezeigt. Die Männer, die erst Anfang Oktober in den Wettbewerb der Mitteldeutschen 7er Liga einsteigen und in diesem Jahr um den Titel spielen wollen, überzeugten gegen eine Piratenmannschaft mit einer guten Frühform und sammelten fleißig Versuche für das Spendenziel. Während die U14 Spielgemeinschaft gegen den RC Leipzig auf Augenhöhe und im Ergebnis fast ausgeglichen spielte, deutete die U12 gegen die Elbestädter an, wo sie in dieser Saison hinwollen. Das weitestgehend aus der U10 hochgewachsene Team möchte auch bei den Großen die Erfolgsbilanz ausbauen und verwies schon in beiden Testspielen des Benefizturnieres den Ligakonkurrenten in die Grenzen.

  • Schon eine Woche später machten die kleinsten Rugger vom Schulsportverein dann Nägel mit Köpfen. Beim August der Starke Pokal in Dresden beeindruckte die Erfurter U12, die ausschließlich mit dem jüngeren Jahrgang angereist war, sowohl gegen die Heimmannschaft als auch das Gastteam der Hegemon Rugby Akademie aus Polen. Nachdem der erste Respekt überwunden und die teilweise körperlich erkennbar überlegenen Gegnern ausgebremst werden konnten, spielten die kleinen Eichen ihre individuellen Stärken und spielerischen Qualitäten aus und gewannen alle vier Spiele. Mit dem 14. Pokalturnier in Folge, bei welchen die Mannschaft auf dem Treppchen landete, sammelte sie auch die ersten wichtige Punkte für die neugegründete regionale Nachwuchsliga. Schon am kommenden Sonntag gilt es dann in Leipzig die Tabellenführung zu verteidigen.

Abiturienten pilgern über die Alpen

Abiturienten pilgern über die Alpen

Ein Teil der Zwöfttklässler hatte sich im Rahmen der Kursfahrt die Überquerung der Alpenkämme als Ziel gesteckt. Unter anderem stand die Passhöhe des Großen St. Bernhard auf knapp 2.500m auf dem Programm, die nach drei Tagen und einigen Strapazen von allen erreicht wurde. Tägliche Impulse und Gebete zum Pilgern begleiteten dabei die Teilnehmer.
Der Pilgerpass, den man zum Übernachten in den Herbergen benötigt, konnte jeden Tag in den verschiedenen Kirchen auf dem Weg und in den Herbergen abgestempelt werden.
Auf der Passhöhe in den Bergen übernachteten die Thüringer Pilger dann im Pilgerhospiz. Dort sind zur Zeit drei Brüder der Augustiner-Chorherren vor Ort  und einige aus der ESS Gruppe nahmen an der Abendmesse und an der Laudes teil. Die Brüder hatten für die Erfurter extra einige deutsche Gebete und einen deutschen Text in die Messe eingebaut, da nicht alle des Französischen und Lateinischen mächtig waren.
Zusammen mit ca. 50 anderen Pilgern, die auf verschiedenen Wegen die Passhöhe erklommen hatten, wurde das Abendessen und Frühstück eingenommen.
Weitere 2 Tage benötigte die Gruppe dann für den Abstieg nach Aosta auf der italienischen Seite, wo alle am Freitagnachmittag mit vielen neuen Erfahrungen ankamen.

 

Heiße Eisen an der ESS

Heiße Eisen an der ESS

Schmiedekunst live erleben und eigene Werkstücke herstellen konnten in den vergangenen zwei Wochen Schüler der 7. und 8. Klassen. In einem fächerverbindenden Projekt der Chemie, Physik und Kunst hatten die Schüler der 7b, 8b und 8c die Möglichkeit, sich mit dem Werkstoff Metall handwerklich, spielerisch, künstlerisch und kreativ zu befassen. Nach fachunterrichtlicher Vorbereitung zur Wärmelehre und Metallbindungen legten die Jungschmiede unter Anleitung von Profi Alex selber Hand an den Hammer und kreierten eigene Kunsthandwerkstücke. Schmied Alex ist zusammen mit seiner Frau in Bildungseinrichtungen und auf der Straße unterwegs, um dieses alte Handwerk zu erhalten und es Jung und Alt näher zu bringen. Seine mobile Schmiede wurde im überdachten Pausenbereich aufgebaut und so konnten die Schüler sich nicht nur theoretisch mit den verschiedenen Arbeitsschritten auseinandersetzen, sondern die heißen Eisen auch fachmännisch bearbeiten. Frau Rumph, die dieses Projekt organisiert hat, zeigte sich sichtlich zufrieden mit den begeisterten Schülern und den handfesten Ergebnissen des Projektes.

Sieg auf der Halbdistanz beim Erfurt Marathon

Sieg auf der Halbdistanz beim Erfurt Marathon

Wer sich in den letzten Wochen in der Erfurter Innenstadt aufgehalten hat, wird das Gefühl nicht los, das eine Sportveranstaltung die nächste jagte. Ob Deutschlandtour, Unternehmenslauf oder Erfurt Marathon – überall begegnete man aktiven Sportlern. Wer bei letzterem Event die Augen offen gehalten hat, konnte vielleicht unter den Läuferinnen ein bekanntes Gesicht unserer Schule entdecken. Bei der einzigen Laufveranstaltung, die ohne Absperrungen stattfindet und wo sich die Aktiven zusätzlich durch den Verkehrdschungel kämpfen dürfen, wiederholte Katja Reichel ihren Vorjahrestriumph. Sie überquerte nach 23,5 Kilometern und mit einer Zeit von 1:51:53 wieder als Erste die Ziellinie. Als einzige Frau unter zwei STunden und als Gesamtvierte bescherte sie damit dem Schulsportverein einen weiteren Vermerk in den Annalen der nun schon zum 6. Mal durchgeführten Veranstaltung.


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