Studienfahrt Kl. 12 Bella Italia – Friaul-Julisch Venetien

Nach erfreulich kurzweiliger Busfahrt im nagelneuen Kässbohrer 58er Bus mit Chefpilot Martin am Lenker ging es ab Salzburg dem Routenverlauf des Alpe-Adria- Radweges entsprechend (Empfehlung des Autors) über Villach, Tolmezzo, Udine entlang des Tagliamentos nach Lignano di Sabbiadoro an die Adria.
Unsere Unterkunft Bella Italia Village entpuppte sich als beliebtes Trainingslager für allerlei internationale Sportteams, wunderbar im Pinienwald und zwei Minuten vom Strand entfernt gelegen – eine ideale Basis für unsere Exkursionen! Das ersehnte Abendessen bekam zwar keinen ganzen Michelinstern, aber doch einen halben. Wie herrlich, auch draußen unter Pinien mit netten Leuten zu dinieren – erfreulicherweise ohne Mücken, aber mit wachsamen Möwen. Nach einem späten Strandcheck kamen wohl alle auf ihren vollklimatisierten 2 bis 6er Zimmern schnell zur Ruhe.
Nach für italienische Verhältnisse üppigem Frühstück mit Cornetto, Schoko, Kaffee, Käse, Prosciutto und Rührei, Cornflakes und Cappuccino starteten wir erwartungsfroh bei bestem Wetter und auf den Spuren der über 500 Jahre Zugehörigkeit der Region zu Österreich (bis 1918) Richtung Karst – zum Castello di Miramare, einem Traumschloss in weiß, das Erzherzog Maximilian Ferdinand, später für drei Jahre Kaiser von Mexiko (und dort exekutiert) Mitte des 19. Jh. auf einem Felssporn über der Adria hatte bauen lassen.
Applaus für Martins Einparktalent!!
Weiter den Karst hinauf zur Grotta Gigante, die innen höchste (101m) der vielen tausend Karsthöhlen um Triest – der gesamte Petersdom (Rom) hätte darin Platz…bei konstant 11 Grad. Es war schon atemberaubend, auch der Aufstieg – Ausdauerleistung beim Höhlenclimb bestanden, folks! Später dann noch nach Trieste, „Wien am Meer“, leider in Gluthitze, so dass in der Hauptstadt der Region die Flüssigkeitsaufnahme an erster Stelle stand. Zurück in der Unterkunft hieß es nur ab ins Mare – abkühlen, Volleyball spielen oder chillen.
Dienstag – zur Serenissima – Venezia wir kommen – für 6 Stunden! Erfrischende Fahrt vom Parkplatz im Vaporetto (Busschiff) im „Commissario Brunetti Style“ zu den Anlegern Nähe Piazza San Marco mit durch die Vorträge angeregten individuellen Programmen in Kleingruppen. Auf ins Getümmel, die Kultur ruft und der Markuslöwe brüllt!!
Am Mittwoch dann ein weiteres Highlight – das Unesco Weltkulturerbe Aquileia, eine Römerstadt von damals 100.000 Einwohnern – zeitlich so nah an den Evangelisten und Jesus war wohl noch niemand von uns gewesen – wunderbares Erwachsenentaufbecken zum Untertauchen im Baptisterium, der unglaubliche 1800 Jahre alte frühchristliche Mosaikfußboden in der Basilika und viele „Steine“, denn Hunnen und Langobarden machten im Zuge der Völkerwanderung der Pracht ein jähes Ende.
Weiter nach Grado, der Badeort und Fischerstädtchen mit frühchristlicher Kirchenkunst auf schmaler Straße mitten durch die Lagune. Hierhin retteten sich die Einwohner von Aquileia (und hier endet der Alpe-Adria- Radweg nach 402 km :). Grado, ein Labyrinth mit verwinkelten Gassen (Calli) und Plätzchen, Sant Eufemia mit ihren Mosaiken und traumhaften Orten für eine romantische Mahlzeit…und zurück wieder baden, baden, baden.
Am letzten Tag standen sechs Stunden Verona auf dem Programm. Kompliment an die Gruppe, die trotz großer Hitze sich interessiert die Arena (viertgrößte des römischen Reiches und seit Verdis 100. Geburtstag 1913 Ort von Opernfestspielen) und die Casa di Giulietta angeschaut und an der Julia Bronzestatue linker Brust sich Glück geholt hatte :). Und ewig rauscht die Etsch/Adige…!
Den Eintritt in das Haus der Julia hatte uns der Förderverein der Edith-Stein-Schule finanziert – herzlichen Dank dafür.
Martin und Danny, die Fahrer brachten uns sicher und zügig über den Brenner zurück nach Erfurt – Danke an Salza Tours! Nun heißt es, das Erlebte einsinken zu lassen und vielleicht später als Erwachsener weiterzugeben.
Tutto il meglio und cordialmente, M. Unger/P.Dubiel.




































































Edith-Stein-Schule Erfurt
