Fachschaft Latein

Fachschaftsleitung:

Frau Kurz

zur Fachschaft gehören:

Herr Lehmann, Herr Mathey, Herr Sander

Das Fach Latein an der Edith-Stein-Schule

 
In der heutigen Zeit ist es eine schwierige Fragestellung, was ein junger Mensch lernen sollte, um gut vorbereitet einen bestimmten Beruf ergreifen und seinen Platz in der Gesellschaft finden zu können. Einigkeit besteht wohl darin, dass breitere Kenntnisse auch ein Mehr an möglichen Lebensbahnen bedeuten. In einer Zeit, da aktuelles Wissen immer schneller veraltet, gilt es umso mehr, Schlüsselqualifikationen und Allgemeinbildung zu erwerben. Lateinlernen kann zu all dem einen wesentlichen Beitrag leisten. Es ist interessant und macht Spaß, auch wenn dabei eine Sprache gelernt wird, die heute kaum noch gesprochen wird.

Warum überhaupt Latein?

1. Die lateinische Sprache ist die gemeinsame Basis unserer europäischen Kultur, weil sie die Sprache der Kirche und der Gelehrten in Antike und Mittelalter war, bis ins letzte Jahrhundert hinein. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit ihr ein “Baugerüst unserer Welt verstehen” (Klaus Weddigen, Lehrbuch-Autor). Latein tradiert das Wissen um die gemeinsamen kulturellen Grundlagen Europas (z.B. in der bildenden Kunst, Archäologie, Philosophie, Mythologie, politischen und gesellschaftlichen Theorie).

Die Schülerinnen und Schüler werden mit den Personen und Themen ihres jeweiligen Lehrbuches an die typischen Schauplätze römischen Lebens geführt und lernen daran fremde Standpunkte und Einstellungen kennen, z.B. über die Religion und die Mythen der Antike, über ihre Einstellung zu Krieg und Frieden, zur Natur usw. Dadurch soll die Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen für die eigene Gegenwart angeregt werden. Das eigene Denken und Handeln kann so von seinen geschichtlichen Grundlagen her verstanden werden.

2. Die Beschäftigung mit der lateinischen Sprache besteht zu einem großen Teil aus Übersetzen. Das Bemühen um die passende deutsche Übersetzung bereichert das deutsche Ausdrucksvermögen. Die Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Sprache können so ganz bewusst erfasst, ausgebaut und abgewogen werden. Übersetzungsarbeit erzieht zu Konzentration, Disziplin und Kreativität.

3. Latein hilft, die eigene Sprache besser zu verstehen und zu gebrauchen. So können Fremd- und Lehnwörter durch das Erlernen ihrer lateinischen Wurzel richtig verstanden und verwendet werden.

4. Lateinlernen schafft ein Verständnis für Sprache. Es vermittelt Sprachbewusstsein und eine Aufmerksamkeit für Sprachtechnik überhaupt. Es hilft, andere romanische Sprachen leichter zu erlernen.

5. Lateinlernen vermittelt grammatikalische Schulung. Das Erlernen der lateinischen Grammatik vertieft, verfestigt und unterstützt bisheriges grammatisches Wissen.

6. Lateinunterricht braucht allerdings Zeit. Die genannten Ziele, das Wissen und die Fähigkeiten zu vermitteln erfordern Stetigkeit und Sorgfalt. Latein leitet so zu konzentriertem und organisiertem Lernen an.

Grundlegende Arbeitstechniken werden eingeübt, die Studierfähigkeit und der Einstieg in wissenschaftliches Arbeiten gefördert.

Latinum

Das Latinum wird erworben:

In Latein als 2. Fremdsprache, 6. – 12. Klasse, mit Abschluss der Klasse 12 (mindestens Note 4, 5 Punkte), ohne eine zusätzliche Prüfung.

In Latein als 3. Fremdsprache, 9. – 12. Klasse, mit erfolgreicher Teilnahme an einer Prüfung (im Rahmen des Abiturs als drittes oder viertes Prüfungsfach oder als zusätzliche Prüfung, mindestens Note 4, 5 Punkte).

Das Kleine Latinum (dieser Nachweis gilt nur für Thüringen) wird nach Teilnahme am Pflichtunterricht der Klassen 6-10 (2.Fremdsprache) oder 9-12 (3. Fremdsprache) zuerkannt, wenn die Abschlussnote jeweils mindestens ausreichend ist (Note 4,5)