Drei heiße Tage auf dem Possen und der Tag danach


Staatlich anerkanntes katholisches Gymnasium mit
staatlich anerkannter katholischer Regelschule

Drei heiße Tage auf dem Possen und der Tag danach

Drei heiße Tage auf dem Possen und der Tag danach

Die Klassen 7a, b und c fuhren traditionell zur Klassenfahrt auf den Possen.

Tag 1: Hoch hinaus – Tag 2: Spurensuche und Bili-Spiele – Tag 3:  im Berg – und der heiße Wandertag danach

Der erste heiße Tag: hoch in den Bäumen:

Nach einer gefühlt endlos langen heißen Fahrt in einem viel zu kleinem Waggon der DB mit weiteren sechs Klassen kamen wir endlich in Sondershausen an. Der Bus ließ lange auf sich warten, aber brachte uns dann schließlich auf den Berg und wir konnten unsere schicken Bungalows mitten im Wald auf dem Possen beziehen. Nach dem Mittag auf der Schlossterrasse ging es auch schon los: Wir trafen uns vor dem Kletterwald und nach einer kurzen Eiweisung und dem Anschnallen des Klettergeschirrs durften wir losklettern. Jakob schoss die Fotos während wir auf fünf Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden die Höhen meisterten. Wir waren geschafft, als wir die Helme von unseren heißen Köpfen nehmen konnten. Ein 4 km langer schattiger Spaziergang zum Rondell mit weitem Blick zum Brocken und zum Kyffhäuserdenkmal ermöglichte das Sammeln von Brennholz und Stockbrotstöcken. Am heißen Lagerfeuer endete der erste Tag mit heißem Stockbrot und Liedern der 7b zur Gitarre.

Der zweite heiße Tag: Spurensuche im Schloss Sondershausen und im kühlen Wald,  Sport und Spiel auf Englisch  

Heute konnte wir mit der 7b und 7c zwischen drei heißen Projekten wählen: Spurensuche im Schloss Sondershausen, Spurensuche im Wald und im Teich, Entdeckung englischer Sportarten. Die morgens noch kühle Indoor-Spielehalle lockte uns zuerst in die Halle und etwas später an den Teich, wo wir unbekannte Tiere und Pflanzen suchten. Wir fanden z.B. die Larven des Teichmolches.  Nachdem die Sportler Rounders mit Cricketschlägern, Touchrugby und Fußball gespielt hatten, stürmten auch sie die Spielehalle. Zwischendurch warfen wir immer wieder einen Blick in Richtung Bärengehege, wo der Bär sich im Wasserbecken räkelte und die Erdmännchen ihre Kleinen säugten. Der Gepard schlenderte leider nur selten durch das hohe Gras. Am Nachmittag wanderten einige von uns zu den Bebraern Teichen. Der Abend klang aus bei heißer Discomusik  (fast) „Atemlos durch die Nacht“ und rockend kniend „We will rock you“ auf dem Diskofloor im Diskokeller. Oben auf dem achteckigen schiefen Possenturm aus Holzfachwerk konnten wir den Sonnenuntergang genießen und schon die Kühle der Nacht erahnen.    

Der dritte heiße Tag: tief und kühl im Berg

Schnell fuhr der Fahrstuhl nach unten. Mit 4 Metern pro Sekunde und in absoluter Dunkelheit brachte er uns in die Tiefe. Dann kamen wir 700 Meter unter der Erde an. Wir kletterten auf die offene Ladefläche von drei Lastwagen. Als wir mit 30 km/h durch die vielen Gänge und um zahlreiche Kurven fuhren kam es uns viel schneller vor, da es sehr eng und holperig war.  Unser Fahrer erzählte uns viel über die Geschichte und die Bedeutung des Bergwerks und über den Kalisalz- (Dünger) und  Natriumchlorid-Abbau (Streusalz). Wir fuhren im Spreewaldkahn über den Salzsee, erkundeten die Ausstellung über die Verwendung der Salzbergwerke als Heeresmunitionsanstalten und sahen Bilder über die Gold- und Bilderschätze, die von den Nazis in Bergwerken eingelagert wurden. Später rutschten wir in einer steilen Tunnelrutsche auf einem Arschleder (das heißt wirklich so!) durch den Berg, sie war so schnell, dass die ersten über das Ziel hinaus schossen. Im Konzertsaal lauschten wir den Klängen von Johannas mutigem Klavierspiel (Ludovico Einaudi – Amélie) und beendeten die Exkursion im Festsaal mit einem kleinen Film über den heutigen Streusalzabbau,  es werden pro Jahr einige Tausend Tonnen Streusalz für den Winter gefördert. Jetzt ist aber Sommer, das grelle Sonnenlicht und die Hitze empfingen uns, als wir mit dem dunklen Fahrstuhl wieder nach oben sausten. Nach dem Mittag auf der Terrasse des Jagdschlosses Possen  und entspanntem Faulenzen im Schatten fuhren wir mit der 7b und 7c in der DB gegen Abend nach Hause.   

Der heiße Tag danach: Wandertag im Kühlen und ein Abend im Kika

Am nächsten Tag war keine Schule, sondern Wandertag. Diesen verbrachten wir, die 7a,  mit Fotos austauschen, Eis essen und selbstgepresstem Apfelsaft im kühlen Klassenzimmer. Abends trafen wir uns um 18.00 Uhr auf dem Anger und fuhren gemeinsam zum Kika. Wir waren live dabei bei den Aufzeichnungen der letzten Runde  „Dreamteam 2019“ mit dem Sänger Mike Singer und zahlreichen witzigen Spielen. Bei einem Spiel trat der Jugendchor auf, wo einige unserer SchülerInnen mitsangen. Nach Autogrammen und Selfies endete der Tag.

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu: Putzen, Räume wechseln, Projektwoche, Abschlussfest auf der ega, Schulfest ganz in weiß, Abschlussgottesdienst, Zeugnisse und dann endlich Ferien.

(Paula Finster, Clara Steffens, Moritz Pohl aus der 7a mit A. Dubiel)

Joachim Schindler

Edith-Stein-Schule Erfurt