Europapolitik hautnah erlebt: MEP-Planspiel begeistert Schülerinnen und Schüler

Staatlich anerkanntes katholisches Gymnasium mit
staatlich anerkannter katholischer Regelschule

Europapolitik hautnah erlebt: MEP-Planspiel begeistert Schülerinnen und Schüler

Europapolitik hautnah erlebt: MEP-Planspiel begeistert Schülerinnen und Schüler

 „Beteiligen Sie sich!” – Mit diesem eindringlichen Appell wandte sich Präsidentin Sofia Sergan an alle Teilnehmenden des Modell Europa Parlaments, das am 17. und 18. Dezember 2025 an der Edith-Stein-Schule stattfand. Gemeinsam mit ihren Co-Präsidentinnen Elisabeth Bogoslawski und Milène Berndt leitete sie zwei Tage lang das Planspiel, bei dem Schülerinnen und Schüler in die Rolle von EU-Abgeordneten schlüpften und erlebten, wie europäische Politik wirklich funktioniert – mit allen Herausforderungen, Kompromissen und Erfolgserlebnissen.

Vier Ausschüsse, vier brennende Themen

In vier Ausschüssen wurde an Lösungen für aktuelle europäische Herausforderungen gearbeitet:

  • Der FEMM-Ausschuss entwickelte Strategien zum besseren Schutz von Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Der INTA-Ausschuss suchte Antworten auf die wirtschaftlichen Spannungen zwischen EU und USA
  • Der ITRE/SEDE-Ausschuss befasste sich mit dem Ausbau europäischer Verteidigungs- und Rüstungsfähigkeiten
  • Der IMCO-Ausschuss erarbeitete Konzepte zum Jugendschutz in sozialen Medien angesichts der Risiken durch KI

Von der Ausschussarbeit zur großen Debatte

Am ersten Tag wurde in den Ausschüssen intensiv gearbeitet: recherchiert, diskutiert und an Resolutionen gefeilt – und das ohne digitale Endgeräte, nur mit analogen Mitschriften. Nachmittags ging es ins Lobbying, wo die verschiedenen Länderdelegationen ihre Positionen abstimmten und Kompromisse suchten.

Der zweite Tag gehörte dem großen Plenum in der Aula. In förmlicher Kleidung präsentierten die Delegierten ihre Resolutionen, hielten Eröffnungs-, Angriffs- und Verteidigungsreden und debattierten über die besten Lösungen für Europa. 

Mehr als nur ein Planspiel

Das MEP zeigte eindrucksvoll, wie komplex demokratische Entscheidungsprozesse sind, wie wichtig Kompromisse sind und dass jede Stimme zählt. Die Teilnehmenden haben gelernt, wirkungsvoll zu debattieren, Lösungen zu verhandeln und ihre Meinung überzeugend zu vertreten.

„Wenn Sie etwas aus diesem MEP mitnehmen, dann hoffentlich den Mut und den Glauben daran, dass Engagement etwas bringt!” – Mit diesen Worten verabschiedete Präsidentin Elisabeth Bogoslawski die Delegierten. Ein Wunsch, der hoffentlich nachwirkt, denn genau solche Haltungen braucht unsere Demokratie.

Ein großer Dank geht an alle Ausschussvorsitzenden, Factadviser, das Präsidium und natürlich alle Delegierten, die diese beiden Tage zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben!

Konrad Burckhardt

 

Joachim Schindler

Edith-Stein-Schule Erfurt