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Das MEP 2017 – Junge Ideen für Europa

Neun Delegierte der Edith-Stein Schule waren mit ihren Ideen dabei

"Das größte Problem, vor dem die EU heute steht, ist der wachsende Nationalismus. Er macht solidarische Lösungen unmöglich und lähmt die Handlungsfähigkeit der EU“ so Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim 18. Planspiel "Modell Europa Parlament" im Bundesrat.

Damit war auch das Hauptthema des diesjährigen MEP benannt. Denn während die echten Staats- und Regierungschefs Ende der Woche in Rom zusammenkommen, um 60 Jahre EU zu feiern, ging es im Bundesrat im Kern um die Zukunft der europäischen Einigung und um alles, was damit zusammenhängt: Brexit, Nationalismus, Eurokrise und die Radikalisierung Jugendlicher. Alle Redner und Gesprächspartner sprachen sich für ein demokratisches Europa aus, das von der heutigen Jugend mitgestaltet werden müsse.

Der Verein "Modell Europa Parlament Deutschland" bietet jungen Menschen im Planspiel die Möglichkeit, für eine Woche in die Rolle von EU-Abgeordneten zu schlüpfen und so Europa hautnah zu erleben und mitzugestalten. Vom 19. bis 24. März 2017 hatten Schulgruppen aus jedem Bundesland sowie Gastdelegationen aus Belgien, Luxemburg und Ungarn nach Berlin die Chance, über aktuelle Themen der Europäischen Union zu diskutieren.

Wir vertraten Thüringen auch in diesem Jahr. Timo Reidenbach, Judith Steinbrecher, Emma Lotta Purho, Katharina Werner aus der 10c, Paul Göttlich und Antonia Fibich aus der 10b und Emilie Wolfram und Lukas Joseph aus der 10a haben ganze Arbeit geleistet und unsere Schule hervorragend repräsentiert. Sie haben kräftig mitentschieden und mitdiskutiert.

Unsere acht Delegierten erarbeiten zusammen mit Schülern der anderen Bundesländer in ihren Ausschüssen Resolutionen zu verschiedenen europapolitischen Themen. Martin Stöckel aus der 11.Klasse übernahm in diesem Jahr die Leitung des Ausschusses zu Fragen der Zukunft des Euros und der Währungsunion. Jede Delegation repräsentiert dabei einen EU-Mitgliedstaat und vertritt dessen Interessen. Wir waren für Frankreich unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler sollten die schwierige Entscheidungsfindung in einem komplexen System von nationalen und gesamteuropäischen Interessen bewusst kennenlernen.

Ein Höhepunkt war für alle sicherlich die Diskussion mit der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und aktueller Bundesratspräsidentin Malu Dreyer. Auch hier drehten sich die Fragen und Kommentare der Jugendlichen um Europa, Partizipation und ihre Zukunft. „Beteiligt Euch“ rief sie den MEP-Delegierten aus den 16 Bundesländern zu. Denn Demokratie und Europa lebe von der Beteiligung der Jugendlichen.

Im Mittelpunkt des MEP standen die abschließenden Debatten der Jugendlichen zu den acht Ausschussthemen im Bundesrat. Dabei sahen die jungen Delegierten nicht nur so aus wie ihre Vorbilder aus dem Europaparlament, sie redeten auch so. So appellierten sie an die Verantwortung als Europäer, zitierten die größten Denker der politischen Theorie und jonglierten mit Fachbegriffen, als sei dies ihre normale Sprache.

Sie fordern im Rahmen der Brexit-Verhandlungen Großbritanniens Jugend weiter am Erasmus-Programmen teilhaben zu lassen, den Afrikanischen Markt vor Dumpingimporten aus der EU zu schützen sowie mehr Mittel für den Regionalfonds um soziale Gräben zwischen den EU-Staaten zu schließen. Nach 16 Stunden Debatte waren allen Beteiligten die körperliche und geistige Erschöpfung anzusehen.   

Bei all diesen ernsten Herausforderungen blieb trotzdem noch genug Zeit für Spaß. Dazu gehörte auf jeden Fall der Flashmob auf dem Pariser Platz, die szenischen Darbietungen zu den Themen der Ausschüsse sowie die Präsentationen des zu vertretenden EU-Landes. In den wenigen freien Minuten haben wir gemeinsam ein wenig Berlin erkundet und den klassischen Sehenswürdigkeiten, wie dem Bundestag und dem Brandenburger Tor einen Besuch abgestattet. Dank Emma kennen jetzt alle die leckeren „Wonderpots“ in der Friedrichstraße, die für jeden „Frozen Joghurt“-Liebhaber eine Besuchadresse sein sollten.

Wer glaubt, dass die Jugendlichen mit ihren Ideen nicht gehört werden, der irrt. Denn einige der MEP-Resolution finden tatsächlich den Weg nach Brüssel in den jeweiligen Ministerrat. Das MEP ist damit eine konkrete Möglichkeit für die jungen Menschen mitzureden.

Das MEP findet auch über die Grenzen Deutschlands hinaus statt und so freut es uns umso mehr, dass sich Timo, Judith, Paul und Katharina durch ihre inhaltliche Arbeit in den Ausschüssen und hervorragenden Redebeiträge auch für internationale MEPs qualifizieren konnten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft der EU gestaltet. Unsere Neun haben jedenfalls 5 Tage versucht, einen Beitrag zu leisten.

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