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Von der Zirkus und Akrobatik Gruppe ins Bundesfinale der Turnerinnen

Am 16. Februar 2017 gab es eine Premiere für unsere sportverrückten Schüler: Erstmals schickte die Edith-Stein-Schule zwei Mannschaften für Geräteturnen bei „Jugend trainiert für Olympia“ ins Rennen. In Erfurt ohne Konkurrenz ging es dabei gleich zum Landesfinale nach Meinigen. Zum einen waren das fünf Mädchen der Wettkampfklasse (WK) 4 und zum anderen fünf Mädchen der Wettkampfklasse 3, die sich alle in der Akrobatik Gruppe des Schulsportvereins zusammengefunden hatten. Recht kurzfristig hatte Herr Wollborn die beiden Teams gemeldet und so hielt sich die Vorbereitung der Turnerinnen in Grenzen. Zumindest die Sportlerinnen der WK 4 turnen bzw. turnten auch im Verein und waren somit für den Wettkampf auf einem sehr guten Leistungsstand. Die WK 3 dagegen bestand aus vier Akrobatinnen und einem Tanzmariechen, weshalb vor allem der Stufenbarren und der Sprung eine Herausforderung darstellten. Doch die Mädchen ließen sich nicht verunsichern und opferten sogar ihre kostbaren Winterferien, um in unserer Schulturnhalle fleißig Choreografien einzustudieren und schon Erlerntes zu perfektionieren. Große Unterstützung bekamen wir dabei von Markus Geidel, der Trainer beim MTV Erfurt ist und uns mit seinem Wissen zum Geräteturnen sehr weiterhalf, da weder Herr Wollborn noch seine Co-Trainerinnen Franziska Weißkopf und Luzia Franke in dieser Sportart sehr bewandert sind.

So startete unser Bus um 7.30 Uhr nach Meiningen zum Landesfinale. Neben Herrn Wollborn, Franziska und Luzia wurden die 10 Turnerinnen von Markus und Sina, die auch Trainerin beim MTV ist und an diesem Tag Kampfrichterin am Schwebebalken der WK 3 war, begleitet. Im Bus wurden gegenseitig Frisuren geflochten und über das Können der Gegner und die eigenen Chancen philosophiert. In Meiningen angekommen, konnten sich die Mädchen noch einmal einturnen, bis 10 Uhr der Wettkampf begann. Insgesamt waren 17 Mannschaften zum Landesfinale nach Meiningen gekommen. Vier davon waren die Gegner unserer WK 3, während sich die WK 4 sogar gegen 5 andere Mannschaften behaupten musste.

Die WK 3 startete mit ihrer größten Schwäche, dem Stufenbarren. Sowohl Annika Schnürer, Johanna Oberländer, Lysanne Rippl als auch Maria Steuber turnten ihre Übungen sauber. Pauline Barton musste aufgrund einer Handverletzung an diesem Gerät leider aussetzen. Jedoch war das für die Punkte unserer Mannschaft nicht weiter schlimm, da pro Gerät die schlechteste der fünf Wertungen gestrichen wurde. Auch am Schwebebalken könnten die Mädchen mit ihren zwar leichten, aber dafür sauber geturnten Elementen überzeugen. Das dritte Gerät, der Boden, war die Stärke der Turnerinnen und so bekam jede eine Wertung von über 12 Punkten. Als letztes kam der Sprung über den gefürchteten Tisch, wofür die WK 3 sogar einmal in der MTV Halle üben musste. Aber auch der Sprung stellte keine Herausforderung mehr dar und so flog jede der fünf Mädchen mit einer Grätsche über den Tisch und alle beendeten zufrieden den Wettkampf.

Währenddessen behaupteten sich die Turnerinnen der WK 4, Maresa Becher, Hannah Acht, Sophie Somol, Helene Lehmann-Dronke und Sophie Heinrich, an drei Gerätebahnen und den Sonderprüfungen Standweitsprung, Staffellauf und Tauklettern. In der ersten Gerätebahn mussten die Mädchen ihr Können auf dem Schwebebalken, Boden und am Barren und in der zweiten am Reck, Boden und Sprung beweisen. Die dritte Gerätebahn setzte sich aus Synchrongruppen- und Partnerübungen zusammen. Pro Gerätebahn und Turnerin wurden maximal 18 Punkte vergeben und ein Großteil der Wertungen unserer Schülerinnen lag über 15 Punkten, was wirklich sehr gute Ergebnisse für uns waren. Da die WK 3 schon früher fertig war, konnten sie die WK 4 beim Staffellauf und Tauklettern anfeuern. Souverän gewannen die Turnerinnen der ESS in beiden Kategorien gegen ihre Gegner, was auf eine gute Platzierung hoffen ließ.

Die Siegerehrung fand 14 Uhr statt. Die Gegner beider Wettkampfklassen waren in den verschiednen Disziplinen unterschiedlich stark und schwach und so ließ sich kaum vorher einschätzen, welche Platzierungen die Mannschaften der ESS belegen würden.

Die WK 3 schaffte es trotz großer Bemühungen aber durch die geringe Vorbereitungszeit und die begrenzten Kenntnisse im Geräteturnen leider nur auf den 5. Platz. Ihre generischen Mannschaften bestanden zum Teil aus sehr erfahrenen Turnerinnen, gegen die eine Chance (fast) ausgeschlossen war. Jedoch ließen sich die Mädchen davon nicht unterkriegen, für sie war es ein toller Tag und sie haben sich auch schon fest vorgenommen, es nächstes Jahr noch einmal zu versuchen. Mit mehr Vorbereitungszeit werden sie dann auch bessere Chancen haben.

Zu unserer totalen Überraschung und großen Freude schaffte es aber die WK 4 den ersten Platz zu belegen und sich somit das begehrte Ticket für das Bundesfinale in Berlin im Mai zu sichern. Bis dahin werden die Mädchen weiter fleißig üben und alles perfektionieren. Wir wünschen ihnen bis dahin weiterhin viel Spaß beim Turnen und besonders großes Glück in Berlin!

Luzia Franke

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