Fachleitung:
Herr Dr. U. Neundorf
zur Fachschaft gehören:
Herr O. Beuster, Frau M. Durst, Frau M. Höhnel, Frau K. Krusche, Herr T. Mildner, Herr Dr. S. Schnauß, Herr W. Werner, Frau K. Wiederhold, Herr Dr. M. Wollensak
Wie fangen Indianer Fische, ist der Himmel wirklich blau, warum fällt das Barometer, warum dreht sich die Weihnachtspyramide ... ?
Oder für die Fortgeschrittenen: Was hält den Atomkern zusammen, warum breitet sich der Schall im All nicht aus, was meinte Kepler mit seinen Gesetzen oder warum wird Einsteins Zwilling im All nur langsam alt ........
Für alle, die Antworten auf diese Fragen suchen, bietet unser Fachbereich Physik Plätze an: genau 62 Sitzplätze (32 + 30). In den zwei modern ausgestatteten Fachräumen 2.20 und 2.22 im Neubau unserer Schule, die zum Teil mit der Astronomie, einem alten Teilgebiet der Physik, und der Chemie, der Schwester der Physik, gemeinsam genutzt werden, ist Raum zum Lernen und Forschen.
Dazwischen (R 2.21) steht dem Fachpersonal ein großer Vorbereitungsraum, stets benutzt und nach Arbeit aussehend, zur Verfügung.
Im Fachbereich arbeiten zur Zeit 9 Kollegen, die natürlich für Fragen ein offenes Ohr haben.
Eine Besonderheit gibt es noch: der Leistungskurs Physik wird in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Ratsgymnasium Erfurt angeboten.
Denn, wie schon Einstein über die Allgemeine Relativitätstheorie sagte, gilt:
Dem Zauber dieser Theorie wird sich kaum jemand entziehen können, der sie wirklich erfaßt hat..........
Fast schon traditionel an unserer Schule ist die Teilnahme an der Physikolympiade des Landes. Mehr Informationen gibt es unter Physik-Olympiade
„Henry, what shall we abolish next? Henry, was sollen wir als nächstes abschaffen?“, mit einem Scheck von 45.000 Euro unter dem Arm erzählt Rupert Neudeck in der Schulaula der Edith-Stein-Schule eine Anekdote. Kurz zuvor hatten ihm die Schüler der Edith-Stein-Schule den Scheck übergeben, damit die von ihm gegründete Hilfsorganisation „Grünhelme“ von dem Geld eine komplette Schule im bürgerkriegszerstörten Afghanistan errichten können. „Ich erzähle euch diese Anekdote, damit ihr seht, dass es keinen Grund gibt, die Welt pessimistisch zu sehen. Denn eure Generation hat es in der Hand, die Probleme der Welt zu wenden.“ Und dann legt Rupert Neudeck los. Über 30 Jahre lang hatte der Presbyter und Christ William Wilberforce hart dafür gekämpft, dass in England ein Gesetz zur Abschaffung des Sklavenhandels unterschrieben wird. Als nun am 25. März 1807 das Glockengeläut vom Buckingham Palace verkündete, dass König Georg III. durch seine Unterschrift dem Sklavenhandel endgültig den Todesstoß versetzt und sich damit sein kräfteraubender Einsatz gelohnt hatte, da fragte der inzwischen hochbetagte Wilberforce seinen Neffen Henry Thornton, was man als nächstes abschaffen wolle. Nicht umsonst erzählte Rupert Neudeck diese Anekdote, zeigt sie doch eine wichtige Leitlinie seines Lebens. So charterte er 1979 die Cap-Anamur als Rettungsschiff, um Tausende vietnamesische Bootsflüchtlinge vor dem Tod im südchinesischen Meer zu retten. Einen langen Atem hatten auch die Schüler der Edith-Stein-Schule bewiesen, um die unglaubliche Summe von 45.000 Euro zu sammeln. Dazu aufgefordert hatte sie Rupert Neudeck zwei Jahre zuvor, als er zum Herbst-Lese-Fest die Edith-Stein-Schule besuchte. Er berichtete davon, wie er 2004 auf einer Fahrt durch afghanische Dörfer mehrfach angehalten wurde und die Bewohner immer wieder davon erzählten, dass ihre Kinder unbedingt wieder eine Schule besuchen müssten. Damals rechnete er den Edith-Stein-Schülern vor, dass man für 45.000 Euro in Afghanistan eine Schule für 1000 Schüler gründen könne. „Dafür wird bei uns bestenfalls ein Chemiekabinett finanziert“, erkannte der Edith-Stein-Schüler Friedrich Rosenthal. Also setzte er sich im Frühjahr 2005 in der Schülervertretung dafür ein, ein Spendenprojekt zum Bau einer Schule in Afghanistan ins Leben zu rufen. Es war die Zeit, in der viel Geld für Tsunami-Opfer gespendet wurde. Folglich organisierte die Schülerschaft der Edith-Stein-Schule mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Vertrauenslehrerin Christiane Rein, der Elternvertreterin Elsbeth Weiler und ihres Schulleiters Dr. Siegfried Schnauß eine beispiellose Kette von Spendenaktionen. Mit Aktionen wie Schuheputzen auf dem Domplatz, Adventssingen, dem Putzen von Kirchen und einer Umzugshilfe für den Weihbischof, dem die Bücherkisten in die neue Wohnung getragen wurden, nahmen die Schüler die erste 10.000 Euro-Hürde. „Mehr als die Hälfte von 45.000 Euro ist wohl nicht zu schaffen“, waren sich die Aktiven damals sicher. Doch dann kam der Tag des sozialen Engagements, der extra für die Schule in Afghanistan ins Leben gerufen wurde. Also zog fast die gesamte Schülerschaft am 24. Mai 2006 los, um ihre Schultasche mit Malerpinsel, Spaten und Besen zu vertauschen. So gelang es bei der Verschönerung von Objekten der KoWo die bisherige Spendensumme mehr als zu verdoppeln. „Das hat mehr als 19000 Euro eingespielt“, erinnert sich die Vertrauenslehrerin Christiane Rein. Ein Bundeswehr-Big-Band-Konzert, der Sozialpreis des Rotary-Destrikt in Höhe von 2000 Euro und große Spenden von Firmen wie der Deutschen Bahn und Siemens brachten dann die Summe für den Bau einer kompletten Schule zusammen. „Die neue Partnerschule der Erfurter Edith-Stein-Schule steht in Sangur, das in der Provinz Herat gelegen ist“, berichtet Rupert Neudeck. „Vielleicht kann im nächsten Jahr mal ein Lehrer und ein Schüler dort hinreisen“, so Neudeck. Und was wollt ihr als nächstes schaffen, liebe Edith-Stein-Schüler? (Stefan Borrmann)
Am 17.09.2010 von 13 Uhr bis 16.30 Uhr findet wieder unser alljähriges Schulfest statt.
[mehr]Alle Neuigkeiten über und um den Jugendchor gibt es ab jetzt als Blog brandaktuell im Netz unter ...
[mehr]